PS

09/06/2020

In den letzten Monaten habe ich oft darüber geredet, dass es wichtig ist, alle Emotionen fühlen zu dürfen und darüber zu reden. Und als ich heute früh einen Wutanfall hatte, dachte ich daran, dass auch ich meinem Anspruch gerecht werden will. Deswegen der Wut-Eintrag. Und ich will ihn gar nicht relativieren, denn all diese Wut ist da und ich fühle sie manchmal mehr und manchmal weniger. Gleichzeitig will ich auch sagen: es geht mir gut. Bitte macht euch keine Sorgen um meinen Gemütszustand. Denn die Tatsache, dass ich schreibe, wie es mir geht, ist eigentlich ein Grund dafür, sich keine Sorgen zu machen. Ich will die Emotionen, die mir täglich begegnen, in mir, in meinen Kindern, in der Gesellschaft, nehmen und verstehen können, ohne sofort mit Angst, Sorge, Beunruhigung zu reagieren. Denn wir dürfen sie fühlen. Es ist sogar wichtig, sie zu fühlen. Und wir dürfen sie aussprechen. Es ist sogar wichtig, sie auszusprechen. Oder in meinem Fall, zu schreiben.

Bussi.